Haltungsbedingungen

C. reevesii sind nicht sehr temperaturempfindlich und können eigentlich im Sommer im Freiland gehalten werden. Da wir leider keinen Garten mit Teich haben, leben unsere Tiere ganzjährig im Aquaterrarium. Die Wassertemperatur beträgt 25°C, der Wasserstand ca. 25 cm. Wir haben mehrere Sonnenplätze mit unterschiedlichen Lichtquellen eingerichtet. Dort werden Temperaturen von bis zu 35 °C erreicht. Es gibt einen Sandkasten, der als Eiablageplatz gedacht ist.

Winterruhe

Abhängig von der ursprünglichen Herkunft halten C. reevesii eine Winterruhe. Wir schalten dazu im Winter für zwei Monate die Heizung ab und reduzieren die Beleuchtungsdauer. Die erwachsenen Tiere sind davon nicht beeindruckt und sind auch bei 16 °C Wassertemperatur relativ munter. Die Jungtiere sind weniger aktiv, suchen sich dunkle Ecken und verbringen die meiste Zeit im Wasser.

Verhalten

Unsere Tiere haben alle ihre Eigenarten, keins ist wie das andere. Das Männchen war im ersten Jahr sehr scheu, inzwischen stört es ihn kaum, wenn sich jemand nähert während er an Land sitzt. Dort ist er immer gut getarnt, da er sich grundsätzlich Sand auf den Panzer schaufelt. Eins von den Jungtieren hatte sich auch schon komplett eingegraben. Wir hätten es kaum wiedergefunden, nur die Nase schaute noch raus.
Das Weibchen war schon immer sehr zutraulich. Als wir allerdings die Aquarien umgestaltet haben, dauerte es ein paar Wochen, bis sie der neuen Einrichtung traute und auch den Sonnenplatz aufsuchte. Unser weibliches Jungtier ist seit es bei uns ist sehr zurückhaltend, geht fast nie an Land wenn jemand von uns im Zimmer ist und verkriecht sich in die dunkelsten Ecken.

Paarung

Interessant zu beobachten ist das Balzverhalten der beiden adulten Tiere: Das Männchen beriecht das Weibchen in der Gegend der Hinterbeine und des Schwanzes. Sobald sie das merkt, dreht sie sich um, und die beiden schauen sich tief in die Augen. Dann beginnt das Männchen, den Kopf ruckartig nach vorn zu bewegen. Das Weibchen schaut sich das eine Weile an und ergreift dann die Flucht. Meistens läuft das Männchen hinterher, und die Prozedur startet erneut.

Unser juveniles Männchen hat schon im zarten Alter von 1,5 Jahren nichts anderes mehr gemacht als das adulte Weibchen zu verfolgen. Da er sich auch mit unserem adulten Männchen nicht vertragen hat war eine Trennung nicht möglich, und wir mussten das Tier abgeben. Idealerweise sollte man ein Männchen gemeinsam mit mehreren Weibchen halten.